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Spiele, Papier und Bastelnkostenlos

Schneeflocken und Sterne aus Papier

Schneeflocken aus Papier mit 6 gleichen Armen: Du faltest ein Quadrat in 12 Lagen zu je 30° und schneidest mit 4 Vorlagen von leicht bis schwer. Dazu zwei Weihnachtssterne aus Fotokarton: ein 3D-Stern aus zwei ineinandergesteckten Teilen und ein gefalteter Stern mit Relief. Daraus wird eine Girlande oder ein Fensterschmuck, und du entdeckst, warum echter Schnee immer 6 Arme hat.

Schwierigkeit★★☆☆☆
Alter6–12 Jahre (5–7 mit einem Erwachsenen, der die 12 Lagen schneidet)
Zeit75–100 min für 4 Schneeflocken und 2 Sterne (eine einzelne Schneeflocke: 15–20 min)
Hilfe durch ErwachseneGering: mit den Jüngsten die 12 Lagen der Schneeflocken von Stufe 3 und 4 schneiden und das Aufhängeloch des Sterns mit einem Vorstecher oder einer Nadel stechen.
EndgrößeSchneeflocken ≈ 19–20 cm von Spitze zu Spitze (aus einem 21-cm-Quadrat); Steckstern 13,3 cm breit × 12,7 cm hoch; Reliefstern 13,3 cm und ≈ 2 cm dick; Girlande 1,5 m
Schneeflocken und Sterne aus Papier

Was das Kind lernt

  • Dass eine Papierschneeflocke eine 6-zählige Symmetrie hat: 360° ÷ 6 = 60° zwischen den Armen, und jeder Arm ist auf beiden Seiten seiner Achse gleich – deshalb reicht es, ein 30°-Segment (einen halben Arm) zu zeichnen.
  • Dass ein Quadrat, diagonal, in der Mitte und in Dritteln gefaltet, zu 12 gleichen Lagen wird: Was du einmal schneidest, wiederholt sich 12-mal, 6-mal normal und 6-mal gespiegelt.
  • Was eine Symmetrieachse ist und wie man sie findet: Die Schneeflocke hat 6 (eine durch jeden Arm und eine zwischen je zwei Armen), der 5-zackige Stern hat 5.
  • Warum echte Schneeflocken 6 Arme haben: Im Eis ordnen sich die Wassermoleküle zu Sechserringen an, wie bei einer Bienenwabe.
  • Dass zwei flache Teile mit einem Schlitz bis zur Mitte über Kreuz ineinandergesteckt ein 3D-Objekt ergeben und dass Berg- und Talfalten einem flachen Blatt Relief geben.

Vorher vorbereiten

  • Drucke die Vorlagen mit 100 % („Originalgröße“) aus und prüfe mit dem Lineal, ob das 50-mm-Quadrat 50 mm misst. Die Schablone G und die 4 Schneeflocken-Segmente passen auf 1–2 A4-Blätter; die Sterne E, F und R auf 2 Blätter, die du direkt auf Fotokarton drucken kannst, wenn dein Drucker das schafft.
  • Schneide für die Jüngsten die Segmente A–D vorher an der Außenkontur aus: Dann müssen sie nur noch die grauen Flächen ausschneiden.
  • Leg dünneres Papier (60–70 g/m² oder Seidenpapier) für die Schneeflocken der Stufe 3 und 4 bereit: Bei 12 Lagen normalem Druckerpapier sind die feinen Kerben sehr mühsam.
  • Wenn du die Girlande aufhängen willst, miss vorher die Stelle aus (Fenster, Regal oder Tür) und schneide den Faden 30 cm länger für die Knoten.
  • Räum einen großen Tisch frei und leg ein schweres Buch bereit, um die frisch aufgefalteten Schneeflocken zu pressen.

Materialien und Werkzeuge

  • Weiße A4-Blätter — 4–6 (eins pro Schneeflocke und ein paar zum Üben)
    A4, höchstens 80 g/m² (normales Druckerpapier); für die Schneeflocken der Stufe 3 und 4 eignet sich Papier mit 60–70 g/m² oder Seidenpapier besser
  • A4-Blatt zum Ausdrucken der Vorlagen — 2–3
    normales A4; die Schablone G und die Segmente A–D werden ausgeschnitten und als Muster benutzt
  • Gelber oder goldener Fotokarton — 2 A4-Bögen (oder 4 halbe Bögen)
    160–200 g/m², für den Steckstern (E und F) und den Reliefstern (R × 2)
  • Faden — ≈ 2 m
    dickes Nähgarn, dünne Wolle, Bindfaden oder Küchengarn; 1,5 m für die Girlande und 20-cm-Stücke zum Aufhängen jedes Teils
  • Klebestift — 1
    zum Aufkleben der Vorlagen auf den Fotokarton, zum Zusammenkleben der beiden Sterne R und für die Schneeflocken am Fenster (lässt sich mit lauwarmem Wasser entfernen)
  • Bastelkleber (Weißleim) — ≈ 5 ml
    ein Tropfen an der Kreuzung des Stecksterns, damit er sich nicht verdreht
  • Klebefilm — ≈ 30 cm
    durchsichtig, 19 mm, oder Malerkrepp, zum Aufhängen ohne Löcher und um den Girlandenfaden an der Wand zu befestigen
  • Büroklammern — 2
    mittelgroß, damit die 12 Lagen beim Schneiden nicht verrutschen

Werkzeuge

  • Kinderschere mit runder Spitze — das Quadrat, die Vorlagen und die 12 Lagen der Schneeflocken A und B schneiden
  • Kleine spitze Schere (Bastel- oder gerade Nagelschere) — die feinen Kerben der Schneeflocken C und D und die Schlitze des Sterns Erwachsene
  • Weicher Bleistift (HB oder 2B) und Radiergummi — die Vorlage auf das gefaltete Segment übertragen und die Drittel markieren
  • Lineal, 20–30 cm — die Drittel mit der Schablone G markieren und die Schlitze messen
  • Leerer Kugelschreiber — die Falzlinien des Reliefsterns rillen, damit sie gerade knicken
  • Stumpfe Wollnadel oder Vorstecher — das 2-mm-Loch in den Stern stechen und den Faden durch die Spitzen der Schneeflocken ziehen Erwachsene

Teile und Vorlagen

  • P · Papierquadrat für jede Schneeflocke ×4 — Papier 60–80 g/m²
  • G · Schablone zum Falten in Dritteln (30°) ×1 — Papier (A4-Blatt)
  • A · Schneeflocke Stufe 1 · Eisstern ×1 — Papier (A4-Blatt)
  • B · Schneeflocke Stufe 2 · Zweigflocke ×1 — Papier (A4-Blatt)
  • C · Schneeflocke Stufe 3 · Spitzenflocke ×1 — Papier (A4-Blatt)
  • D · Schneeflocke Stufe 4 · Dendrit (Farn) ×1 — Papier (A4-Blatt)
  • E · Steckstern: Teil mit Schlitz oben ×1 — Fotokarton 160–200 g/m²
  • F · Steckstern: Teil mit Schlitz unten ×1 — Fotokarton 160–200 g/m²
  • R · Reliefstern (gefaltet) ×2 — Fotokarton 160 g/m² oder Papier 120 g/m²

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100 % digital: Du druckst die Vorlagen zu Hause aus und baust mit Karton. Wir verschicken nichts.

Schritt für Schritt

  1. Mach aus einem A4-Blatt ein 21-cm-Quadrat

    Falte eine Ecke des Blatts um, bis die kurze Kante (210 mm) genau auf der langen Kante liegt. Streich mit dem Fingernagel über die Falte und schneide mit der Schere den übrigen 87-mm-Streifen unten ab. Öffne das Dreieck nicht: Die Diagonalfalte ist schon die erste der drei Falten, die du brauchst.

    210kurze Kante auf lange
    1 Falte die Ecke um, bis die kurze Kante die lange berührt
    87Reststreifen abschneiden
    2 Schneide den übrigen 87-mm-Streifen unten ab
    210 mm210 mmQuadrat + 1 Falte
    3 Geöffnet hast du ein Quadrat mit einer Diagonalfalte
    Prüfe: Wenn du es öffnest, hast du ein Quadrat von 210 × 210 mm mit einer Diagonalfalte von Ecke zu Ecke.
    Tipp: Ist das Blatt 60–70 g/m² schwer oder aus Seidenpapier, lässt sich die Schneeflocke leichter schneiden: Mach die Schneeflocken der Stufe 3 und 4 aus dünnem Papier.
  2. Falte das Dreieck in der Mitte

    Leg das gefaltete Dreieck mit der langen Falte nach unten, bring die linke Spitze auf die rechte und streich die neue Falte mit dem Fingernagel fest. Es entsteht ein kleineres Dreieck mit einer 90°-Ecke: Diese Ecke ist die Mitte des Quadrats und wird die Mitte der Schneeflocke.

    lange Falte unten
    1 Bring die linke Spitze auf die rechte
    90°Mitte148
    2 Die rechtwinklige Ecke ist die Mitte von Quadrat und Schneeflocke
    Prüfe: Das Dreieck hat zwei 148 mm lange Seiten, die einen rechten Winkel bilden, und 4 Papierlagen. An der rechtwinkligen Ecke schaut keine offene Kante heraus.
  3. Markiere die Drittel mit der Schablone G

    Schneide die Schablone G aus. Leg das gefaltete Dreieck darauf, mit der Mittelecke auf O und den beiden gefalteten Seiten auf den geraden Seiten der Schablone. Markiere mit Bleistift die 2 roten Punkte an der offenen Kante: So teilst du den 90°-Winkel in 3 Teile zu 30°.

    OG darunter
    1 Leg die Mittelecke auf O, die Seiten auf die Schablone
    2 Markierungen90° → 3 × 30°
    2 Markiere mit Bleistift die 2 Punkte an der offenen Kante
    Prüfe: Die beiden Markierungen liegen auf der langen Kante, ≈ 77 mm von jeder spitzen Ecke entfernt und ≈ 56 mm voneinander.
    Tipp: Halte das Dreieck mit zwei Fingern an der Ecke O fest, damit es beim Markieren nicht verrutscht.
  4. Falte in Dritteln: 12 Lagen zu 30°

    Falte den linken Teil nach vorn, entlang der Linie von der Mittelecke zur ersten Markierung. Falte dann den rechten Teil nach hinten, entlang der Linie zum anderen Punkt. Rück alles zurecht, bis die beiden gefalteten Kanten genau auf denen des mittleren Teils liegen, und streich mit dem Fingernagel fest.

    11 · nach vorn
    1 Falte den linken Teil an der ersten Linie nach vorn
    22 · nach hinten
    2 Falte den rechten Teil an der anderen Linie nach hinten
    30°Spitzen: abschneiden12 Lagen
    3 Es entsteht ein 30°-Segment mit 12 Lagen
    Prüfe: Du hast ein schmales Segment mit einer 30°-Spitze (wie ein kleines Pizzastück) aus 12 Lagen, und oben ragen zwei Papierspitzen heraus: Das ist normal, sie werden abgeschnitten.
    Tipp: Falte zuerst, ohne festzustreichen, und richte die Kanten nach Augenmaß aus; wenn sie übereinanderliegen, streich fest. Wird es schief, öffne nur die Drittel wieder und wiederhole.
  5. Bereite die Vorlage für Schneeflocke A vor

    Schneide das Segment A an seiner Außenkontur aus und dann die 3 grauen Flächen: das große Stück oben und die 2 V-Kerben. Übrig bleibt eine weiße Vorlage in Form eines halben Schneeflockenarms. Heb sie auf: Damit kannst du viele gleiche Schneeflocken machen.

    A
    1 Schneide Segment A aus und entferne die 3 grauen Flächen
    OAchse30°
    2 Übrig bleibt die weiße Vorlage: ein halber Arm
    Prüfe: Die Vorlage hat die Spitze O unten, eine lange gerade Seite links (die Achse des Arms) und eine weitere gerade Seite im 30°-Winkel.
    Tipp: Schneide die V-Kerben mit zwei Schnitten, die sich unten in der Spitze des V treffen.
  6. Übertrage die Vorlage auf das gefaltete Segment

    Leg die Vorlage auf das Papiersegment, mit der Spitze O genau auf der Mittelecke und ihren beiden geraden Seiten auf den beiden gefalteten Kanten. Halte sie mit einem Finger fest und fahr den ganzen Rand der Vorlage mit Bleistift nach. Nimm die Vorlage weg und halte die 12 Lagen mit 2 Büroklammern an den Stellen zusammen, die du wegschneidest.

    O
    1 Leg die Spitze O auf die Mitte und fahr den ganzen Rand nach
    2 Klammern
    2 Halte die 12 Lagen mit 2 Büroklammern dort, wo du schneidest
    Prüfe: Du siehst die Umrisse der Vorlage auf dem Papier: Die Linie verläuft von der Achsenkante zur 30°-Kante und lässt keine Lücke offen.
  7. Schneide alle 12 Lagen auf einmal

    Schneide an der Bleistiftlinie entlang, zuerst den großen Schnitt oben (er entfernt die herausragenden Spitzen), dann die Kerben: jedes V mit 2 Schnitten, die sich unten treffen. Schieb das Papier ganz tief in die Schere, wo sie am kräftigsten schneidet, und dreh das Papier, nicht die Schere.

    1 Fang mit dem großen Schnitt oben an
    2 SchnitteV-Kerbe
    2 Jedes V: zwei Schnitte, die sich unten treffen
    12 Lagen
    3 Das geschnittene Segment, alle 12 Lagen bis unten durch
    Prüfe: Die Kerben sind unten ganz durchgeschnitten: Wenn du sanft an dem Schnipsel ziehst, löst er sich von selbst, ohne zu reißen.
    Tipp: Bei Kindern von 5–7 Jahren schneidest du die 12 Lagen selbst, und sie falten und zeichnen nach. Wenn das Papier sich wehrt, schneide langsam in Abschnitten von 1 cm.
  8. Falte die Schneeflocke auf und presse sie

    Öffne das Papier langsam und mach die Falten in umgekehrter Reihenfolge auf: zuerst die Drittel, dann die Mitte und zuletzt die Diagonale. Leg die Schneeflocke zwischen zwei Blätter und beschwere sie 10 Minuten mit einem schweren Buch, damit sie flach wird.

    1 Langsam öffnen: Drittel, Mitte und Diagonale
    10 min
    2 10 Minuten unter einem schweren Buch pressen
    60°
    3 Schneeflocke mit 6 gleichen Armen, etwa 19 cm groß
    Prüfe: Du hast einen 6-zackigen Stern von ≈ 19 cm, mit einer Raute in jedem Arm, 6 Rauten rund um die Mitte und einer Kerbe auf jeder Seite der Spitzen. Alle 6 Arme sind gleich.
    Tipp: Ist ein Arm eingerissen, klebe ihn von hinten mit einem Stückchen Klebefilm: Das sieht man nicht.
  9. Nächste Stufe: Schneeflocken B, C und D

    Wiederhole die Schritte 1–8 mit den Vorlagen B (Zweige), C (Spitze) und D (Dendrit), in dieser Reihenfolge, jede feiner als die vorige. Bei C schneidest du außerdem 6 mm von der Spitze des Segments ab: Beim Auffalten entsteht ein sechseckiges Loch in der Mitte. Für D nimm Seidenpapier oder Papier mit 60 g/m² und eine spitze Schere.

    BCD
    1 Vorlagen B, C und D: jede feiner
    ZweigeSpitzeDendrit
    2 Falte jede auf: Zweige, Spitze und Dendrit
    Prüfe: Jede Schneeflocke hat 6 gleiche Arme mit Zweigen im 60°-Winkel zum Arm. Fehlt einem Arm ein Zweig, ist die Schere in dieser Lage nicht bis unten gekommen: Schneide bei gefalteter Schneeflocke nach.
    Tipp: Bei den feinen Zweigen schneidest du zuerst die untere Seite jeder Lücke und dann die obere: So kommt das Stück in einem Teil heraus.
  10. Schneide die beiden Sterne E und F aus

    Klebe die Vorlagen E und F mit dem Klebestift auf den gelben Fotokarton und schneide sie an der Kontur aus. Schneide die 2-mm-Schlitze: bei E von der oberen Spitze 49 mm nach unten, bei F von der unteren Ecke 49 mm nach oben. Mach zwei parallele Schnitte und entferne den Streifen mit einem Schnitt am Ende.

    EF49
    1 Markiere die Schlitze: E von oben, F von unten
    49 mm
    2 Schneide zwei Linien im Abstand von 2 mm und entferne den Streifen
    Prüfe: Beide Schlitze enden knapp hinter der Mitte jedes Sterns und sind gleich lang (49 mm).
    Tipp: Schneide die Schlitze mit der spitzen Schere; wenn das schwer geht, macht sie ein Erwachsener mit Cuttermesser und Lineal.
  11. Steck den 3D-Stern zusammen Erwachsene

    Nimm F mit dem Schlitz nach unten und E mit dem Schlitz nach oben, im rechten Winkel gekreuzt. Schieb F auf E, Schlitz in Schlitz, bis die beiden oberen Spitzen auf gleicher Höhe sind. Gib einen Tropfen Bastelkleber an die Kreuzung. Zieh mit der Nadel einen 20 cm langen Faden durch das Loch in F und knote ihn fest.

    FE
    1 Schieb F, um 90° gedreht, Schlitz in Schlitz nach unten
    2 Die oberen Spitzen liegen zusammen: ein 3D-Stern
    Ansicht von obenTropfen Kleber
    3 Von oben bilden sie ein Kreuz: ein Tropfen Kleber
    Prüfe: Von oben gesehen bildet der Stern ein Kreuz (+). Aufgehängt dreht er sich im Luftzug von selbst und wirkt von jeder Seite dreidimensional.
    Tipp: Das 2-mm-Loch sticht der Erwachsene mit dem Vorstecher oder der Wollnadel, auf einem Stück Pappe als Unterlage.
  12. Falte den Reliefstern

    Schneide die beiden Sterne R aus Fotokarton aus. Rille mit Lineal und leerem Kugelschreiber die 10 Linien, die von der Mitte ausgehen. Falte die 5 roten Linien zu den Spitzen nach hinten (Bergfalte) und die 5 grünen zu den inneren Ecken nach vorn (Talfalte). Drück die Mitte von hinten heraus.

    rot: hintengrün: vorn
    1 Rille die 10 Linien und falte sie zu Berg- und Talfalten
    1 cm
    2 Die Mitte hebt sich, der Stern bekommt Relief
    Prüfe: Auf dem Tisch steht der Stern auf seinen 5 Spitzen, und die Mitte liegt ≈ 1 cm höher.
    Tipp: Falte zuerst jede Zacke der Länge nach in der Mitte, wie ein Dach, und drück dann die Täler zusammen, indem du die Zacken zur Mitte schiebst.
  13. Klebe die beiden Reliefsterne zusammen

    Leg einen Stern R mit der Vorderseite nach unten, leg einen 25 cm langen Faden von der oberen Spitze bis zur Mitte darüber und gib Klebestift auf die 5 Spitzen und die Mitte. Klebe den anderen Stern R mit der Vorderseite nach oben darauf, die Spitzen genau übereinander, und drück jede Spitze 10 Sekunden fest.

    1 Leg den Faden ein und gib Kleber auf die 5 Spitzen und die Mitte
    2 Klebe den anderen Stern darauf, die Spitzen übereinander
    Prüfe: Der Stern hat auf beiden Seiten Relief, die 5 Spitzen liegen genau übereinander, und der Faden kommt an der oberen Spitze heraus.
  14. Mach die Girlande oder schmück das Fenster

    Für die Girlande spannst du einen 1,5 m langen Faden zwischen zwei Punkten und hängst die Schneeflocken und Sterne alle 20 cm daran, mit einem Knoten oder einem Stück Klebefilm an der Spitze eines Arms. Fürs Fenster gibst du ein wenig Klebestift auf die Mitte und 3 Spitzen jeder Schneeflocke und klebst sie an die Scheibe.

    1,5 m · alle 20 cm eins
    1 Häng Schneeflocken und Sterne alle 20 cm an den Faden
    2 Am Fenster: Klebestift auf die Mitte und 3 Spitzen
    Prüfe: Die Schneeflocken hängen gerade und berühren sich nicht, wenn sie sich im Luftzug bewegen.
    Tipp: Wechsle Schneeflocken und Sterne ab und häng die großen Schneeflocken in die Mitte der Girlande, wo sie am tiefsten durchhängt. Klebestift lässt sich mit einem feuchten Tuch und lauwarmem Wasser von der Scheibe entfernen.

Funktioniert es? Der Test

Leg die 4 aufgefalteten Schneeflocken auf die Symmetrieschablone im Diagramm (oder auf einen Teller) und dreh sie in 60°-Schritten. Stell dann einen kleinen Spiegel aufrecht auf jede Falzlinie. Häng den Steckstern an seinem Faden auf und puste sanft.

Was passieren soll: Jede Schneeflocke hat 6 gleiche Arme: Drehst du sie um 60° (eine Sechsteldrehung), sieht sie genau gleich aus, 6-mal pro Umdrehung. Stellst du den Spiegel auf eine der 12 Falten, die von der Mitte ausgehen, ergeben die halbe Schneeflocke und ihr Spiegelbild die ganze Schneeflocke: Sie hat 6 Symmetrieachsen. Der Steckstern dreht sich von selbst, und von jeder Seite sieht man mindestens 3 Spitzen im Relief.

Wenn etwas nicht klappt

  • Beim Öffnen sind 3 Arme größer als die anderen 3, oder die Mitte liegt nicht in der Mitte — Die Drittel waren nicht gleich (eins größer als 30°), oder die Mittelecke lag beim Markieren nicht auf O. Lösung: Markiere die Drittel noch einmal mit der Schablone G, halte dabei die Ecke O mit dem Finger fest, und prüfe vor dem Feststreichen, ob die beiden gefalteten Kanten genau übereinanderliegen.
  • Die Schneeflocke zerfällt beim Auffalten in Stücke — Ein Schnitt ging von einer Seite des Segments bis zur anderen, oder zwei Kerben haben sich getroffen und einen Arm abgetrennt. Lösung: Lass zwischen zwei Schnitten immer mindestens 3 mm Papier stehen und schneide die Achsenlinie nie von Seite zu Seite durch. Ist es schon passiert, klebe die Stücke von hinten mit Klebefilm zusammen.
  • Beim Öffnen sind manche Löcher nur in einigen Lagen, in anderen ist noch Papier — Die Schere ist in den unteren Lagen nicht bis zum Grund der Kerbe gekommen, oder das Papier ist für 12 Lagen zu dick. Lösung: Falte die Schneeflocke wieder zusammen und schneide den Grund jeder Kerbe nach. Für Stufe 3 und 4 nimm Papier mit 60–70 g/m² oder Seidenpapier und eine kleine spitze Schere.
  • Es entsteht eine Schneeflocke mit 4 oder 8 Spitzen statt 6 — Das kleine Dreieck wurde noch einmal in der Mitte gefaltet (in Viertel zu 45°) statt in Drittel. Lösung: Falte nach Schritt 2 nicht mehr in der Mitte: Teile mit der Schablone G den 90°-Winkel in 3 Teile zu 30°.
  • Das Papier reißt oder knittert beim Schneiden — Papier über 80 g/m² oder eine Schere, die 12 Lagen nicht gut schneidet. Lösung: Nimm dünneres Papier, halte die Lagen mit 2 Büroklammern zusammen und schneide mit dem Teil der Schere, der der Schraube am nächsten ist, wobei du sie ganz öffnest und schließt.
  • Der Steckstern lässt sich nicht zusammenstecken oder knickt dabei — Die Schlitze sind schmaler als der Fotokarton oder kürzer als 49 mm. Lösung: Verbreitere die Schlitze auf 2–3 mm und verlängere sie bis 1 mm hinter die Mitte des Sterns. Zusammen sollten sie etwas länger sein als die Höhe der Achse (97 mm).
  • Der Reliefstern hebt sich nicht oder wird schief — Falten nicht gerillt oder einige Berg- und Talfalten vertauscht. Lösung: Rille die 10 Linien noch einmal mit dem leeren Kugelschreiber und prüfe, ob die 5 Linien zu den Spitzen nach hinten knicken und die 5 zu den inneren Ecken nach vorn.
  • Die Schneeflocken fallen von der Scheibe — Zu wenig Klebestift oder eine kalte, feuchte Scheibe. Lösung: Trockne die Scheibe, gib Kleber auf die Mitte und 3 Spitzen und drück 10 Sekunden fest. Du kannst auch eine Schlaufe aus Klebefilm auf der Rückseite benutzen.

Sicherheit

  • Die spitze Schere und die Wollnadel oder den Vorstecher benutzt ein Erwachsener oder das Kind mit einem Erwachsenen daneben: für die Kerben der Stufen 3 und 4 und für das Loch im Stern, immer auf einem Stück Pappe als Unterlage.
  • Halte beim Schneiden die Hand, die das Papier hält, immer von der Schnittlinie fern, und dreh das Papier, nicht die Schere.
  • Häng die Girlande nie in die Nähe von Kerzen, Kaminen, Heizöfen oder Glühbirnen, die heiß werden: Papier brennt sehr schnell. Wenn du Licht willst, nimm eine LED-Lichterkette, die kaum warm wird, und lass das Papier sie nicht berühren.
  • Sind Kinder unter 3 Jahren in der Nähe, sammle die kleinen Papierschnipsel und die Büroklammern ein: Sie könnten sie in den Mund stecken.
  • Klebe keine Schneeflocken an beheizte Scheiben oder neben eine eingeschaltete Heizung und auch nicht an Fenster zur Straße, wenn sich das Kind dafür hinauslehnen müsste: Das macht ein Erwachsener.

Die Wissenschaft dahinter

Für die Kinder

Wenn du das Papier in 12 Lagen faltest und einen einzigen Schnitt machst, taucht dieser Schnitt 12-mal auf: 6-mal so, wie du ihn gemacht hast, und 6-mal umgedreht, wie in einem Spiegel. Deshalb hat deine Schneeflocke 6 gleiche Arme. Echter Schnee hat auch 6 Arme, und schuld daran ist das Wasser: Wasser besteht aus winzig kleinen Teilchen, den Molekülen, die wie ein Bumerang geformt sind. Wenn es sehr kalt ist, halten sich diese Teilchen aneinander fest und bilden Sechserringe, wie die Zellen einer Bienenwabe. Deshalb ist eine Schneeflocke am Anfang ein winziges Sechseck, und seine 6 Ecken wachsen und werden zu den 6 Armen.

Für Erwachsene

Symmetrie: Die Papierschneeflocke hat die Symmetrie der Diedergruppe D6 mit 12 Operationen: 6 Drehungen (0°, 60°, 120°, 180°, 240° und 300°, denn 360° ÷ 6 = 60°) und 6 Spiegelungen an 6 Achsen (3 durch die Arme und 3 dazwischen). Ein Fundamentalbereich von D6 ist ein 30°-Segment (60° ÷ 2): Faltet man das Quadrat diagonal (2 Lagen), in der Mitte (4 Lagen, 90°-Winkel in der Mitte) und in Dritteln (3 × 4 = 12 Lagen zu 30°), ist jede Lage eine Kopie des Segments, und benachbarte Lagen sind durch eine Falte verbunden, die als Spiegel wirkt. Ein Schnitt im Segment erscheint also 12-mal: 6-mal direkt und 6-mal spiegelverkehrt. Deshalb genügt es, einen halben Arm zu entwerfen, und deshalb ergeben Kerben, die eine Falte berühren, beim Auffalten symmetrische Löcher (Rauten). Faltet man in Viertel zu 45° (8 Lagen), erhält man D4: 4 oder 8 Spitzen, die Schnee nie hat. Der nutzbare Radius der Schneeflocke beträgt 100 mm, weil bei einem 210-mm-Quadrat der der Mitte nächste Randpunkt 105 mm entfernt ist. Warum Schnee 6 Arme hat: Das Wassermolekül ist gewinkelt (H–O–H-Winkel von 104,5°), und im gewöhnlichen Eis (Eis Ih) ist jeder Sauerstoff über Wasserstoffbrücken mit 4 Nachbarn in nahezu tetraedrischer Anordnung (≈ 109,5°) verbunden. Dieses Gitter bildet, entlang der c-Achse des Kristalls betrachtet, Ringe aus 6 Molekülen: Die Zelle ist hexagonal, und der Grundkristall ist ein sechseckiges Prisma mit 2 Basisflächen und 6 Prismenflächen. Eine Schneeflocke entsteht, wenn sich Wasserdampf in einer unterkühlten Wolke direkt als Eis an einem Partikel ablagert. Die 6 Ecken des Prismas ragen in Luft mit mehr Wasserdampf und wachsen schneller als die Mitte der Flächen (Verzweigungsinstabilität): So entstehen 6 Arme und an den Armen Zweige im 60°-Winkel, immer parallel zu den Richtungen des Gitters. Die 6 Arme ähneln sich, weil sie gleichzeitig, in derselben Luft und bei derselben Temperatur wachsen, sind aber nicht identisch. Die Form hängt von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab (Nakaya-Diagramm): Plättchen um −2 °C und zwischen −10 und −20 °C, Nadeln und Säulen um −5 °C und unter −22 °C, verzweigte Sterne (Dendriten wie Schneeflocke D) um −15 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit. Eine echte Schneeflocke misst 1 bis 5 mm (große Dendriten bis ≈ 10 mm); unsere sind etwa 40-mal größer. Sterne: Der regelmäßige 5-zackige Stern hat D5-Symmetrie (5 Achsen und Drehungen um 72°), Spitzen von 36° und das Verhältnis r/R = 0,382 zwischen dem Radius der inneren Ecken und dem der Spitzen (1/φ², mit φ als goldenem Schnitt). Der Steckstern wird mit 2 Schlitzen zusammengesetzt, die jeweils 1 mm über die Mitte der gemeinsamen Achse (97 mm) hinausreichen: Beim Kreuzen hält jedes Teil das andere fest – dasselbe Prinzip wie bei den Pappeinsätzen in Flaschenkartons. Der Reliefstern nutzt, dass das Papier rund um die Mitte 360° ergibt: Wechseln sich 5 Berg- und 5 Talfalten ab, kann das Papier nicht flach bleiben und wird zu einer gefalteten Pyramide, die steifer ist als das flache Blatt.

  • Symmetrie: wenn eine Figur gleich aussieht, nachdem man sie gedreht oder in einem Spiegel betrachtet hat
  • Symmetrieachse: Linie, die eine Figur in zwei Hälften teilt, die Spiegelbilder voneinander sind; die Schneeflocke hat 6, der 5-zackige Stern 5
  • Molekül: das kleinste Teilchen eines Stoffes, zum Beispiel Wasser, das immer noch dieser Stoff ist
  • Sechseck: Figur mit 6 Seiten; die Winkel eines regelmäßigen Sechsecks betragen 120°, und seine Ecken liegen alle 60° rund um die Mitte
  • Kristall: fester Stoff, in dem die Moleküle in einem sich wiederholenden Gitter angeordnet sind, wie Eis, Salz oder Zucker
  • Berg- und Talfalte: bei der Bergfalte wird das Papier nach hinten geknickt und bildet einen Grat; bei der Talfalte nach vorn, und es bildet eine Rinne

Nach Alter

  • 5–7 Jahre: Der Erwachsene macht das Quadrat, markiert die Drittel und schneidet die 12 Lagen. Das Kind faltet die Diagonale und die Mitte, überträgt die Vorlage A, faltet die Schneeflocke auf (der große Moment) und zählt Arme und Löcher. Macht nur die Schneeflocken A und B und den Steckstern mit bereits geschnittenen Schlitzen. Konzentriere dich auf „ein Schnitt, 12-mal“ und aufs Zählen in Sechserschritten.
  • 8–10 Jahre: Sie machen alles außer dem Loch im Stern. Lass sie zeichnend vorhersagen, wie die Schneeflocke aussehen wird, bevor sie sie öffnen, und mit dem Spiegel die 6 Achsen prüfen. Challenge: Schneeflocken A, B und C und eine eigene auf einem leeren 30°-Segment entwerfen.
  • 11–12 Jahre: Lass sie die Winkel ausrechnen (360 ÷ 6, ÷ 12, die 36°-Spitze des Sterns), mit dem Diagramm erklären, warum Eis hexagonal ist, und Schneeflocke D aus Seidenpapier machen. Challenge: auf Millimeterpapier eine Schneeflockenvorlage mit Zweigen im 60°-Winkel entwerfen und prüfen, dass sie beim Auffalten nicht zerfällt; die Länge der Schlitze für einen Stern in anderer Größe berechnen.

In der Gruppe oder in der Klasse

Für 20–25 Kinder, zu zweit oder einzeln (es ist günstig: 1 A4-Blatt pro Schneeflocke und ein halber Bogen Fotokarton pro Stern). Vorher: 1 Schablone G pro Paar und die Vorlagen A–D drucken (ein Blatt mit den 4 Segmenten pro Paar), für die Jüngsten die Sterne E, F und R aus Fotokarton ausschneiden und 210-mm-Quadrate vorbereiten. Einheit von 60–75 min: 10 min Vorführung (live falten und eine fertige Schneeflocke auffalten), 25 min Schneeflocken A und B, 20 min Sterne an Stationen (ein Tisch für den Steckstern, ein anderer für den Reliefstern) und 10 min, um eine Klassengirlande mit einer Schneeflocke von jedem Kind zu machen. Halte mehrere spitze Scheren für den Tisch des Erwachsenen bereit und heb Stufe 4 für die auf, die zuerst fertig sind.

Challenges

  • Entwirf deine eigene Schneeflocke: Zeichne auf ein leeres 30°-Segment (übertrage den Umriss der Vorlage A) eine Form mit Kerben, die beide Kanten berühren, ohne von Seite zu Seite durchzuschneiden. Zeichne, bevor du sie ausschneidest, wie sie deiner Meinung nach aufgefaltet aussieht.
  • Mach kleine Schneeflocken für die Girlande: Mit einem 105-mm-Quadrat (ein Viertel eines A4-Blatts) und den mit 50 % gedruckten Vorlagen entsteht eine Schneeflocke von ≈ 10 cm.
  • Bilde eine echte Schneeflocke nach: Such ein Foto einer Schneeflocke unter dem Mikroskop, zeichne einen halben Arm auf das 30°-Segment und schneide ihn aus. Wie viel größer ist deine als die echte?
  • Mach einen größeren Steckstern mit 100 mm von der Mitte bis zu den Spitzen: Berechne den Radius der inneren Ecken (× 0,382), die Länge der Achse (obere Spitze bis untere Ecke) und jeden Schlitz (halbe Achse + 1 mm). Prüfe, ob er sich zusammenstecken lässt.
  • Durchscheinende Fensterschneeflocken: Mach sie aus Backpapier oder Transparentpapier und klebe sie an die Scheibe: Tagsüber sehen sie weiß aus, und nachts, wenn drinnen Licht brennt, sieht man sie von der Straße aus.

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