Adventskalender mit 24 Schublädchen
Ein Pappschränkchen in Hausform, 29 × 30 cm groß, mit 24 von 1 bis 24 nummerierten Schublädchen, die man an einer Schlaufe aufzieht. Das Gerüst wird ohne Kleber zusammengesteckt, indem Fachböden und Trennwände über gekreuzte Schlitze ineinandergreifen, und jede Schublade ist eine gefaltete Schale aus Fotokarton, die mit etwa 2 mm Spiel in ihr Fach passt. Es entsteht in 3 Einheiten und wird mit kleinen Überraschungen für jeden Dezembertag gefüllt.
Was das Kind lernt
- Was Spiel ist: Eine Schublade muss etwas kleiner sein als ihr Fach (hier ≈ 2 mm), damit sie hinein- und herausgleitet, ohne zu klemmen oder zu wackeln, und warum die Vorlage 3 mm kleiner ist und nicht 2 (die Dicke des Fotokartons zählt mit).
- Wie eine Überblattung funktioniert: Zwei Teile mit Schlitzen über die halbe Tiefe kreuzen sich und liegen bündig, und ein Gitter aus Kreuzungen ist viel steifer als einzelne Teile.
- Genau messen und wiederholen: 30 Schlitze in festen Abständen (alle 48 mm und alle 43 mm) und warum ein Fehler von 1 mm, fünfmal wiederholt, schon 5 mm ergibt.
- Wie aus einer flachen Vorlage eine Schachtel wird: Boden, 4 Wände, Klebelaschen und eine Verstärkung, mit 9 Falzen.
- Zahlen und Kalender: 24 = 4 × 6, wie viele Tage noch bis Weihnachten sind und wie man die Zahlen in einem Raster verteilt.
Vorher vorbereiten
- Drucke die Vorlagen für Schublade C, Trennwand D, Seitenteil L, Dach R, Stern K und Etiketten E auf 100 % („Originalgröße“) aus und prüfe mit dem Lineal, ob das 50-mm-Quadrat 50 mm misst. Die Teile F, M, B und Z sind größer als A4: Zeichne sie mit dem Lineal nach ihren Maßen an.
- Such dir einen großen Versandkarton mit ebener, nicht eingedrückter Pappe und schneide seine 2 großen Seiten heraus (≈ 50 × 40 cm). Schau dir den Plan „Aufteilung auf 2 Platten“ an, damit du weißt, wohin jedes Teil kommt.
- Miss die Dicke der Pappe mit dem Lineal (3 oder 4 mm): Danach legst du in Schritt 1 die Schlitzbreite fest.
- Leg 12 A4-Blätter Fotokarton oder 6–7 leere, aufgeklappte und flach gedrückte Müslischachteln bereit.
- Plane die Einheiten: Einheit 1, das Gerüst (Schritte 1–9, ≈ 80 min); Einheit 2, die ersten 12 Schubladen (Schritte 10–14, ≈ 70 min); Einheit 3, die anderen 12, die Zahlen und das Befüllen (Schritte 10–16, ≈ 70 min). Wenn der 1. Dezember schon nah ist, reichen das Gerüst und die ersten 6 Schubladen: Den Rest schaffst du rechtzeitig, eine oder zwei pro Nachmittag.
- Für Gruppen: Schneide vorher selbst alle Pappteile und ihre Schlitze zu und bereite für je 2 Kinder eine Mastervorlage der Schublade aus Fotokarton vor.
Materialien und Werkzeuge
- Wellpappe — 2 Platten von ≈ 50 × 40 cm (oder 4 Stücke von 40 × 30 cm)
einwellig, 3 mm, eben und nicht eingedrückt: die 2 großen Seiten eines Versandkartons. Die 16 Teile ergeben zusammen ≈ 0,29 m² (siehe Aufteilungsplan) - Fotokarton für die Schubladen — 12 A4-Blätter (2 Schubladen pro Blatt) oder 2 Bögen von 50 × 65 cm (12 pro Bogen)
200–250 g/m²: lässt sich sauber falten und hält den Zug an der Schlaufe aus - Gelber Fotokarton — 1 Stück von 14 × 7 cm
200 g/m², für die 2 Sterne K - Weißes Papier — 1 A4-Blatt
zum Ausdrucken der 24 Zahlenetiketten - Geschenkband, Wolle oder Schnur — ≈ 2,5 m (24 Stücke à 10 cm)
3–6 mm breit, Reste vom Geschenkeeinpacken - Bastelkleber (Weißleim) — ≈ 60 ml
Schul- oder Holzleim: für den Rahmen, das Dach, den Sockel und die Klebelaschen der Schubladen - Klebestift — 1
zum Aufkleben der Vorlagen und Etiketten - Malerkrepp — ≈ 1,5 m
19–25 mm breit, um die Verbindungen zu halten, während der Kleber trocknet - Filzstifte, Buntstifte oder Temperafarbe — einige
Rot, Grün und Gold passen gut zu Weihnachten - Kleine Überraschungen — 24
die in 40 × 35 × 55 mm passen: eine eingepackte Praline, ein Sticker, ein Zettel mit einem Plan („heute suchen wir das Abendessen aus“), ein Puzzleteil
Werkzeuge
- Cuttermesser mit Metalllineal und Schneidematte — die 16 Pappteile und die 30 Schlitze schneiden Erwachsene
- 30-cm-Lineal und Geodreieck — die großen Teile und die Schlitze rechtwinklig anzeichnen
- Bleistift und Radiergummi — die Teile und die 24 Schubladenvorlagen anzeichnen
- Schere — die Schubladen, die Sterne und die Etiketten ausschneiden
- Leerer Kugelschreiber — die 9 Falze jeder Schublade rillen
- Vorstecher oder gut gespitzter Bleistift — die 2 Löcher von 3 mm für den Griff jeder Schublade stechen (auf einem Radiergummi oder Knete) Erwachsene
- Wäscheklammern — die Klebelaschen der Schubladen halten, während der Kleber trocknet
Teile und Vorlagen
- F · Rückwand in Hausform ×1 — Wellpappe 3 mm
- M · Decke und Boden des Rahmens ×2 — Wellpappe 3 mm
- L · Seitenteil des Rahmens ×2 — Wellpappe 3 mm
- B · Fachboden (mit 5 Schlitzen) ×3 — Wellpappe 3 mm
- D · Trennwand (mit 3 Schlitzen) ×5 — Wellpappe 3 mm
- R · Dach (2 Dachflächen) ×2 — Wellpappe 3 mm
- Z · Sockel ×1 — Wellpappe 3 mm
- K · Stern auf der Spitze ×2 — gelber Fotokarton 200 g/m²
- C · Schublade (Vorlage für 24) ×24 — Fotokarton 200–250 g/m²
- E · Zahlenetiketten ×1 — Papier
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Schritt für Schritt
Miss die Pappe und leg die Schlitze fest
Leg das Lineal an die Kante der Platte und miss ihre Dicke. Misst sie 3 mm, werden die Schlitze 4 mm breit (1 mm Spiel). Misst sie 4 mm, mach die Schlitze 5 mm breit, schneide die Seitenteile L auf 167 mm zu und kürze die Fachböden B und die Trennwände D an jedem Ende um 1 mm.
1 Miss die Pappdicke an der Kante, an 3 Stellen 2 Wähle die Schlitzbreite: 1 mm mehr als die Pappe Prüfe: Du hast auf einem Zettel notiert: Pappdicke, Schlitzbreite und ob ein Teil gekürzt werden muss.Tipp: Miss an 3 verschiedenen Stellen: An den Rändern wird Pappe gequetscht und misst dort weniger.Zeichne die Teile auf die 2 Platten
Folge dem Plan „Aufteilung auf 2 Platten“. Auf Platte 1 zeichnest du die Rückwand F (291 × 265 mm mit dem 90-mm-Giebel), die 2 Teile M von 291 × 60 mm, die 5 Trennwände D und 1 Seitenteil L an. Auf Platte 2 den Sockel Z von 311 × 140 mm, die 3 Fachböden B von 284 × 60 mm, die 2 Dachteile R von 175 × 66 mm und das andere Seitenteil L. Nimm an jeder Ecke das Geodreieck.
1 Zeichne die Rückwand F mit Lineal und Geodreieck an 2 Folge der Aufteilung: jedes Teil an seinen Platz auf der Platte Prüfe: Miss die Diagonalen der Rückwand F (rechteckiger Teil): Sind beide gleich lang (≈ 340 mm), ist sie rechtwinklig.Tipp: Für die Trennwand D kannst du die ausgedruckte Vorlage mit dem Klebestift aufkleben; die großen Teile zeichnest du mit dem Lineal an und misst immer von derselben Ecke aus.Schneide die 16 Pappteile aus Erwachsene
Schneide mit dem Cuttermesser und dem Metalllineal in 2 oder 3 sanften Zügen an den Linien entlang, beim ersten ohne Druck. Schneide die 16 Teile: F, 2 M, 2 L, 3 B, 5 D, 2 R und Z. Den Giebel von F schneidest du als zwei Geraden, die sich oben treffen, 145,5 mm von jeder Seite.
1 Schneide 60-mm-Streifen mit Cuttermesser und Metalllineal 2 Schneide auch das Dach R und den Sockel Z: 16 Teile insgesamt Prüfe: Die 3 Fachböden übereinandergelegt sind deckungsgleich: gleiche Länge (284 mm) und gleiche Breite (60 mm).Tipp: Schneide zuerst die 60-mm-Streifen in einem langen Zug und teile sie dann: So werden alle gleich breit.Zeichne die 30 Schlitze an
Zeichne auf jedem Fachboden B 5 Schlitze von 4 × 31 mm an, die von der hinteren Kante ausgehen, mit den Mitten bei 46, 94, 142, 190 und 238 mm vom linken Ende. Zeichne auf jeder Trennwand D 3 Schlitze von 4 × 31 mm an, die von der vorderen Kante ausgehen, mit den Mitten bei 41, 84 und 127 mm von oben. Miss alles vom selben Ende aus, nicht von einem Schlitz zum nächsten.
1 Miss auf jedem Fachboden die 5 Schlitze vom linken Ende aus 2 Auf jeder Trennwand 3 Schlitze von der vorderen Kante aus Prüfe: Der mittlere Schlitz jedes Fachbodens liegt genau in der Mitte (142 mm von jedem Ende).Tipp: Schreib mit Bleistift „VORNE“ an die Kante ohne Schlitze jedes Fachbodens: So kommst du beim Zusammenbauen nicht durcheinander.Schneide die Schlitze Erwachsene
Mach für jeden Schlitz mit dem Cuttermesser die 2 langen Schnitte von 31 mm ab der Kante, am Lineal entlang. Schneide dann das 4-mm-Ende quer durch und nimm das Stückchen heraus. Schneide den ersten Fachboden sorgfältig und nimm ihn als Vorlage, um die anderen beiden darauf anzuzeichnen.
1 Mach die 2 langen 31-mm-Schnitte und dann das Ende 2 Drück das Stückchen mit der Bleistiftspitze heraus 3 Nimm den ersten Fachboden als Vorlage für die anderen Prüfe: Jeder Schlitz ist 31 mm lang und lässt die Kante eines anderen Pappstücks ohne Druck durch.Tipp: Wenn das Stückchen nicht herausgeht, drück es mit der Bleistiftspitze von der Kante aus heraus: Zieh nicht daran, sonst reißt du die Papierschicht ab.Probier eine Kreuzung aus
Nimm einen Fachboden B und eine Trennwand D. Kreuze die beiden Schlitze: den der Trennwand nach oben und den des Fachbodens nach unten, und schieb sie ganz zusammen. Sie sollen ein Kreuz bilden, mit den vorderen Kanten bündig.
1 Nimm einen Fachboden und eine Trennwand und such ihre Schlitze 2 Steck sie ganz zusammen: Die Kanten liegen bündig Prüfe: Fahr mit dem Finger über die vordere Kante: Zwischen Fachboden und Trennwand gibt es keine Stufe.Tipp: Geht es sehr stramm, fahr mit einem Bleistift durch den Schlitz, um ihn etwas zu weiten. Wackelt es ziemlich, macht das nichts: Der Rahmen hält es fest.Klebe den Rahmen auf die Rückwand
Leg die Rückwand F mit den Linien nach oben flach hin. Gib eine Kleberlinie auf die Kante jedes Rahmenteils und klebe sie hochkant auf F: die Decke M unter den Giebel, den Boden M nach unten und die 2 Seitenteile L dazwischen, an ihren Enden auch mit M verklebt. Halte jede Ecke von außen mit Malerkrepp fest.
1 Leg die Rückwand F hin und gib Kleber dorthin, wo der Rahmen hinkommt 2 Klebe den Rahmen hochkant auf und halte die Ecken mit Klebeband Prüfe: Die Rahmenöffnung misst innen 285 mm in der Breite und 169 mm in der Höhe, und die 4 Ecken sind rechte Winkel.Tipp: Steck einen Fachboden und eine Trennwand unverklebt hinein, während der Kleber trocknet: Sie wirken wie ein Winkel, und die Öffnung bekommt genau das richtige Maß.Bau das Gitter mit 24 Fächern
Stell bei liegendem Rahmen die 5 Trennwände D aufrecht auf die Rückwand, Schlitze nach oben, entlang der Linien auf F. Senke dann die 3 Fachböden B von oben ab, Schlitze nach unten, und steck jeden gleichzeitig in die 5 Trennwände. Drück, bis sie die Rückwand berühren.
1 Stell die 5 Trennwände aufrecht auf ihre Linien 2 Senke jeden Fachboden mit den Schlitzen nach unten ab 3 Jetzt hast du 24 gleiche Fächer von 45 × 40 mm Prüfe: Du siehst 4 Reihen mit je 6 gleichen Fächern von etwa 45 × 40 mm. Steck einen Finger in jedes Fach: Er reicht bis zur Rückwand, 60 mm tief.Tipp: Steck zuerst den mittleren Fachboden ein: Er hält die Trennwände gerade, und die anderen beiden gehen von selbst hinein.Setz Dach, Stern und Sockel an
Klebe die 2 Dachteile R mit Kleber und Malerkrepp auf die schrägen Seiten des Giebels, so dass sie auch auf der Decke M aufliegen. Klebe die 2 Sterne K Rücken an Rücken mit dem Fotokartonstreifen dazwischen zusammen und klebe den Streifen auf den First. Klebe das Schränkchen auf den hinteren Streifen des Sockels Z, 10 mm von jeder Seite. Lass alles 30 Minuten trocknen.
1 Klebe die 2 Dachteile auf die schrägen Seiten 2 Klebe die 2 Sterne mit dem Streifen dazwischen zusammen und oben fest 3 Klebe das Schränkchen hinten auf den Sockel und lass es 30 Minuten trocknen Prüfe: Das Schränkchen steht gerade auf dem Sockel und schaukelt nicht, wenn du gegen die Dachspitze drückst.Tipp: Hier endet Einheit 1. Wenn du das Schränkchen bemalen willst, mach es jetzt mit dicker Temperafarbe und wenig Wasser: Sie trocknet, während du die Schubladen baust.Mach die Mastervorlage und zeichne die Schubladen an
Klebe die ausgedruckte Vorlage der Schublade C mit dem Klebestift auf Fotokarton und schneide sie aus: Das ist die Mastervorlage. Leg sie auf den Fotokarton oder den Karton einer Müslischachtel (bedruckte Seite nach oben) und fahr ihren Umriss mit Bleistift nach. Auf ein A4-Blatt passen 2, wenn du sie drehst, und 2 auf jede große Seite einer Müslischachtel. Zeichne 12 pro Einheit an.
1 Klebe die ausgedruckte Vorlage auf Fotokarton und schneide sie aus 2 Fahr um die Mastervorlage herum: 2 pro Schachtelseite Prüfe: Jeder Umriss misst 116 × 167 mm, genau wie die Vorlage.Tipp: Stich mit dem Bleistift die 4 Enden jeder Falzlinie der Mastervorlage durch: So kannst du sie auf jeder Schublade markieren.Schneide die Schubladen aus und rille die Falze
Schneide jede Schublade mit der Schere an der Bleistiftlinie aus, auch die 4 Klebelaschen an den Ecken. Leg das Lineal an jede Falzlinie und rille sie mit dem leeren Kugelschreiber unter Druck: Es sind 9 Falze (4 am Boden, 4 an den Klebelaschen und 1 an der Verstärkung).
1 Schneide die Schublade an der Linie aus, mit den 4 Klebelaschen 2 Rille jeden Falz mit dem leeren Kugelschreiber am Lineal Prüfe: Beim Falten wird jeder Falz gerade und ohne Knitter.Tipp: Wenn ihr zu zweit oder zu dritt seid, macht eine Kette: Einer schneidet aus, einer rillt die Falze und einer klebt. Das geht doppelt so schnell.Falte und klebe die Schublade
Klapp die 4 Wände zu der Seite mit den Rillen hoch. Falte die 4 Klebelaschen nach innen, gib Kleber darauf und klebe sie innen an die Seiten. Falte die Verstärkung nach innen auf die Front, gib Kleber darauf und drück sie an. Halte alles 2 Minuten mit 2 Wäscheklammern fest.
1 Gib Kleber auf die 4 Klebelaschen und auf die Verstärkung 2 Klapp die Wände hoch, klebe Laschen und Verstärkung und halte sie mit Klammern 3 Gerade Wände und geschlossene Ecken: ≈ 43 mm breit Prüfe: Die Schublade hat 4 gerade Wände von 37 mm und geschlossene Ecken. Sie ist außen ≈ 43 mm breit.Tipp: Nimm wenig Kleber: einen Tropfen, mit dem Finger verstrichen. Nimmst du viel, wellt sich der Fotokarton und die Schublade wird dicker.Probier die Schublade in ihrem Fach aus
Schieb die erste Schublade mit der Front zu dir in ein Fach und drück sie ganz hinein; zieh sie dann wieder heraus. Sie soll ohne Druck hinein- und herausgehen und 2 mm hinter der Rahmenkante sitzen. Probier auch die Eckfächer aus, die sind am engsten.
1 Schieb die Schublade in ein Fach und drück sie ganz hinein 2 In den oberen Spalt passt eine 1-Cent-Münze hochkant Prüfe: In Breite und Höhe bleibt ein Spalt von etwa 2 mm: Eine 1-Cent-Münze passt hochkant hinein.Tipp: Wenn sie streift, fahr mit dem Finger über die Klebelaschen, um sie flach zu drücken, und prüfe, ob Kleber übersteht. Streift sie immer noch, schneide an den Seiten der Mastervorlage 1 mm ab.Bring den Griff an Erwachsene
Stich die 2 markierten Löcher in der Front, 6 mm unter der Oberkante, durch Front und Verstärkung. Fädle ein 10 cm langes Stück Band von außen nach innen durch die 2 Löcher und mach innen an jedem Ende einen Knoten. Außen bleibt eine Schlaufe von ≈ 2 cm.
1 Stich die 2 Löcher in die Front, auf einem Radiergummi 2 Fädle das Band durch die Löcher und knote jedes Ende 3 Zieh an der Schlaufe: Die Schublade kommt ganz heraus Prüfe: Zieh an der Schlaufe: Die Schublade kommt ganz heraus und die Front reißt nicht.Tipp: Stich auf einem Radiergummi oder einer Kugel Knete, damit der Tisch keine Kratzer bekommt. Ein 8-jähriges Kind schafft das mit einem spitzen Bleistift.Bring die Zahlen an
Male die 24 Etiketten E aus, schneide sie aus und klebe auf jede Front eines mit dem Klebestift, unter die Schlaufe. Leg die Reihenfolge fest: in Reihen von 1 bis 24 (leichter für die Kleinen) oder durcheinander (lustiger zum Suchen). Zeichne auf einem Zettel einen Plan mit der Position jeder Zahl.
1 Male die 24 Etiketten aus und schneide sie aus 2 Klebe jede Zahl auf die Front, unter die Schlaufe 3 Leg die Reihenfolge fest und notiere sie auf einem Plan Prüfe: Du hast 24 Schubladen mit den Zahlen 1 bis 24, keine doppelt und keine vergessen.Tipp: Wenn du sie mischst, sollen keine zwei aufeinanderfolgenden Zahlen nebeneinanderliegen: eine gute Raster-Challenge.Füll die Schubladen und setz sie ein Erwachsene
Ein Erwachsener legt in jede Schublade eine kleine Überraschung (die in 40 × 35 × 55 mm passt und weniger als 30 g wiegt) und setzt sie nach dem Plan in ihr Fach. Stell den Kalender auf einen Tisch oder ein Regal, weit weg von Heizkörpern. Öffne an jedem Dezembertag die Schublade mit der Zahl des Tages.
1 Ein Erwachsener legt in jede Schublade eine kleine Überraschung 2 Öffne jeden Tag die Schublade mit der Zahl des Tages Prüfe: Die 24 Schubladen sind an ihrem Platz, alle Fronten sitzen gleich tief und der Kalender kippt nicht, wenn du eine obere öffnest.Tipp: Wenn die Kinder ihn gebaut haben, füllt der Erwachsene die Schubladen nachts: So bleibt die Überraschung eine Überraschung.
Funktioniert es? Der Test
Öffne und schließe bei allen 24 gefüllten Schubladen 5 aus der oberen Reihe, 5 aus der unteren und die 4 an den Ecken, indem du mit einer Hand an der Schlaufe ziehst, ohne das Schränkchen festzuhalten.
Was passieren soll: Jede Schublade kommt mit einem leichten Zug heraus und gleitet mit einem Fingerdruck wieder hinein, ohne zu haken. Das Schränkchen bewegt sich beim Öffnen der oberen Schubladen dank des Sockels nicht (geschätzt bräuchte man mehr als 3 N Zugkraft, um es umzukippen, und eine volle Schublade herauszuziehen braucht weniger als 0,2 N).
Wenn etwas nicht klappt
- Die Fachböden gehen nicht in die Trennwände — Zu schmale Schlitze (Pappe dicker als gedacht) oder ein falsch platzierter Schlitz. Lösung: Weite die Schlitze, indem du die Kante eines Bleistifts hindurchschiebst oder an jeder Seite 0,5 mm abschneidest. Sitzt ein Schlitz versetzt, vergleich ihn mit dem Fachboden, den du zuerst geschnitten hast, und schneide ihn 1–2 mm daneben neu.
- Eine Schublade geht nicht hinein oder bleibt auf halbem Weg stecken — Die Schublade ist durch Kleber oder Klebelaschen dicker geworden, oder das Fach ist zu eng, weil eine Trennwand schief steht. Lösung: Drück die Klebelaschen flach und lass sie gut trocknen. Ist das Fach zu eng, richte die Trennwand gerade, indem du sie bis zu ihrer Linie auf F schiebst, und gib einen Tropfen Kleber auf ihre hintere Kante.
- Die Schubladen wackeln und verkanten beim Öffnen — Zu viel Spiel: Die Schublade ist zu klein, oder die Pappe ist 3 mm dick und die Vorlage wurde verkleinert gedruckt. Lösung: Prüfe, ob das 50-mm-Lineal auf der Vorlage 50 mm misst. Sind die Fächer zu groß, klebe unter die Schublade einen Fotokartonstreifen von 10 × 50 mm: Er hebt sie um 0,4 mm an und führt sie.
- Die Schubladenfront reißt, wenn du an der Schlaufe ziehst — Die Verstärkung wurde nicht festgeklebt oder die Löcher sind zu nah am Rand. Lösung: Klebe die Verstärkung fest und stich die Löcher 6 mm vom Rand durch beide Lagen. Ist sie schon eingerissen, klebe innen ein Quadrat aus Fotokarton von 30 × 20 mm auf und stich neu.
- Das Schränkchen kippt nach vorn, wenn du eine obere Schublade öffnest — Der Sockel fehlt, oder das Schränkchen ist auf die vordere Kante des Sockels geklebt statt hinten. Lösung: Klebe das Schränkchen auf den hinteren Streifen des Sockels Z, so dass dieser vorne 77 mm übersteht. Du kannst es auch durch das Loch im Giebel an einen Nagel hängen.
- Der Rahmen bleibt nicht rechteckig (er sieht aus wie eine Raute) — Der Kleber des Rahmens ist getrocknet, während der Rahmen schief stand. Lösung: Miss vor dem Trocknen die 2 Diagonalen der Öffnung: Sie müssen gleich lang sein (≈ 331 mm). Drück die Ecke der längeren Diagonale, bis beide gleich sind. Mit dem Gitter darin bleibt der Rahmen von selbst gerade.
- Die Schubladen aus Müslischachteln sehen außen nicht schön aus — Die graue Seite des Kartons zeigt nach außen. Lösung: Man sieht nur die Front: Beklebe sie mit Geschenkpapier oder farbigem Fotokarton von 43 × 38 mm, bevor du das Etikett aufklebst.
Sicherheit
- Das Cuttermesser benutzt nur ein Erwachsener, mit Metalllineal und Schneidematte, und schneidet immer von der haltenden Hand weg. In Einheit 1 gibt es viele Schnitte: Mach Pausen.
- Auch den Vorstecher benutzt ein Erwachsener (oder ein älteres Kind unter Aufsicht, mit einem spitzen Bleistift und auf einem Radiergummi).
- Wenn Kinder unter 3 Jahren im Haus sind, leg keine kleinen Überraschungen hinein, die man verschlucken kann (Kügelchen, Spielzeugteile, Münzen), und räum die Bandreste weg.
- Wenn du Essbares hineinlegst, dann nur verpackt, und prüfe die Allergien von allen, die die Schubladen öffnen (Nüsse, Milch).
- Stell keine Kerzen oder offenen Flammen in die Nähe: Alles ist aus Pappe und Papier. Wenn du ihn beleuchten willst, nimm eine batteriebetriebene LED-Lichterkette.
Die Wissenschaft dahinter
Für die Kinder
Eine Schublade muss ein kleines bisschen kleiner sein als ihr Fach, so wie dein Fuß im Schuh: Ist der Schuh genauso groß wie der Fuß, kommst du nicht hinein; ist er viel, viel größer, rutscht er beim Gehen herunter. Diesen Platz, der übrig bleibt, nennt man Spiel, und bei unserem Kalender sind es 2 Millimeter, so dick wie eine Münze. Die Fachböden und Trennwände kreuzen sich wie deine Finger, wenn du beide Hände ineinander verschränkst: Jedes Teil hat einen Schnitt bis zur Mitte, so umarmen sie sich und können sich nicht verbiegen. Darum hält das Gitter ohne einen Tropfen Kleber. Und 24 Schubladen sind 4 Reihen mit je 6: eine für jeden Tag vom 1. Dezember bis Heiligabend.
Für Erwachsene
Spiel und Toleranzen. Das Nennmaß des Fachs ist 45 × 40 mm (Teilung von 48 mm zwischen den Trennwänden und 43 mm zwischen den Fachböden, minus 3 mm Pappe). Die Schublade wird mit einem Boden von 42 × 58 mm und Wänden von 37 mm gezeichnet, gemessen an den Falzlinien; Fotokarton mit 200–250 g/m² ist 0,3–0,4 mm dick und trägt an jedem Falz etwa seine Dicke auf, so dass sie außen ≈ 42,8 × 37,6 mm misst. Nennspiel: ≈ 2,2 mm in der Breite und ≈ 2,4 mm in der Höhe. Die Abweichungen muss man addieren: Ein 4-mm-Schlitz bei 3-mm-Pappe lässt der Trennwand ±0,5 mm Spiel, und jeden Schlitz mit einem Fehler von ±0,5 mm anzuzeichnen kommt noch einmal dazu; im ungünstigsten Fall schrumpft das Fach auf ≈ 44 mm, und die Schublade geht mit ≈ 1,2 mm immer noch hinein. Deshalb werden alle Maße vom selben Ende aus gemessen (Bezugsbemaßung): Misst man von einem Schlitz zum nächsten, summieren sich die Fehler, und bei 5 Schlitzen mit ±0,5 mm kann der letzte 2,5 mm danebenliegen (Toleranzkette). Mit 4-mm-Pappe schrumpft das Fach auf 44 × 39 mm und das Spiel auf ≈ 1,2–1,4 mm: Es funktioniert noch, nur knapper. Überblattung: Jedes Teil hat 31-mm-Schlitze, etwas mehr als die halbe Tiefe von 60 mm (31 + 31 = 62 > 60), damit sie ganz ineinandergehen und die Kanten bündig liegen. Steifigkeit: Ein Pappstreifen von 3 × 60 mm ist hochkant gegen Biegung etwa 400-mal steifer als flach liegend, weil das Flächenträgheitsmoment mit der dritten Potenz der Höhe wächst (I = b·h³/12: hochkant 3 · 60³ / 12 = 54 000 mm⁴; flach 60 · 3³ / 12 = 135 mm⁴). Allein kippt ein Fachboden um oder knickt zu seiner schwachen Seite aus; im Gitter stützt ihn jede Kreuzung alle 48 mm seitlich ab, so dass die freie Länge, die ausknicken könnte, kurz ist und die Last immer hochkant wirkt. Der Rahmen aus 4 Teilen ist für sich allein ein Mechanismus: Er kann sich zu einem Parallelogramm verschieben, indem er sich an den Ecken dreht. Die aufgeklebte Rückwand wirkt als Schubfeld (dieselbe Aufgabe wie eine Sperrholzplatte an der Rückseite eines Regals) und macht ihn unverschieblich; gleich lange Diagonalen (≈ 331 mm in der Öffnung von 285 × 169) bestätigen, dass er rechteckig ist. Kippen: Das gefüllte Schränkchen wiegt etwa 0,5 kg (≈ 0,25 kg Pappe und Fotokarton und 24 Überraschungen à ≈ 10 g), mit dem Schwerpunkt ≈ 32 mm hinter der Front. Zieht man an einer Schublade der oberen Reihe (≈ 155 mm hoch), dreht es sich um die Vorderkante der Auflage: Ohne Sockel würden ≈ 4,9 N × 0,032 m / 0,155 m ≈ 1 N reichen; mit dem Sockel, der die Auflage 77 mm nach vorn verlegt, braucht es ≈ 4,9 × 0,109 / 0,155 ≈ 3,4 N (Schätzungen). Eine volle Schublade herauszuziehen kostet nur die Reibung: Bei 15–30 g und einem Reibungskoeffizienten Fotokarton–Pappe von ≈ 0,3–0,5 zwischen 0,05 und 0,15 N. Material: Die 16 Pappteile ergeben ≈ 0,29 m², die aus 2 Platten von 50 × 40 cm herauskommen (0,40 m², ≈ 72 % genutzt); jede Schublade belegt ein Rechteck von 116 × 167 mm (0,019 m²), und gedreht passen 2 auf ein A4-Blatt (2 × 116 = 232 mm ≤ 297 und 167 ≤ 210), also 24 Schubladen = 12 Blätter. Kalender: Der Advent umfasst die 4 Wochen vor Weihnachten und beginnt am vierten Sonntag vor dem 25. Dezember (zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember); die Kalender mit 24 Türchen, die in Deutschland seit Anfang des 20. Jahrhunderts beliebt sind, vereinfachen das und zählen vom 1. bis 24. Dezember. 24 hat 8 Teiler (1, 2, 3, 4, 6, 8, 12, 24), deshalb sind Raster von 4 × 6, 3 × 8 oder 2 × 12 möglich.
- Spiel: Platz, den man zwischen einem Teil und seiner Öffnung lässt, damit es hinein- und herausgeht, ohne zu klemmen.
- Toleranz: wie weit ein Maß danebenliegen darf, ohne dass das Teil nicht mehr passt.
- Überblattung: Verbindung von zwei Teilen, die sich kreuzen und jeweils bis zur halben Breite eingeschnitten sind.
- Steifigkeit: wie schwer es ist, etwas zu biegen oder zu verformen; eine Platte hochkant ist viel steifer als flach liegend.
- Vorlage: Zeichnung in Originalgröße, die man abpaust, um viele gleiche Teile herzustellen.
- Advent: die vier Wochen vor Weihnachten; der Kalender zählt die Tage vom 1. bis 24. Dezember.
Nach Alter
- 5–7 Jahre: Der Erwachsene zeichnet und schneidet alle Pappteile und Schlitze und bereitet die Mastervorlage vor. Das Kind baut das Gitter zusammen (es liebt es zu sehen, wie die Fachböden ineinandergreifen), fährt um die Vorlage herum, schneidet an geraden Linien entlang, faltet und klebt mit Hilfe, malt die Zahlen aus und legt sie in die Reihenfolge von 1 bis 24. Macht 4–6 Schubladen pro Nachmittag.
- 8–10 Jahre: Sie machen alle Schritte außer den Schnitten mit dem Cuttermesser und, wenn sie noch klein sind, den Löchern für den Griff. Lass sie die Schlitze selbst mit dem Lineal vom selben Ende aus messen und anzeichnen, das Spiel mit einer Münze prüfen und das Experiment mit den 3 Testschubladen machen.
- 11–12 Jahre: Lass sie die Maße selbst berechnen: Teilung zwischen den Schlitzen, Spiel und wie viele Blätter Fotokarton nötig sind. Challenge: den Kalender als 3 × 8 oder in Baumform (Reihen mit 1, 2, 3, 4, 6 und 8) neu entwerfen und die Teile neu berechnen, oder eine große Schublade für den 24. bauen.
In der Gruppe oder in der Klasse
In einer Klasse mit 20–25 Kindern ein Kalender für die ganze Gruppe (jedes Kind macht seine Schublade und seine Zahl) oder einer pro Team aus 4–5 Kindern (5–6 Schubladen pro Kind). Vorher: Der Erwachsene schneidet alle Pappteile und ihre Schlitze und bereitet 1 Mastervorlage der Schublade pro Paar vor; drucke pro Kalender 12 A4-Blätter mit Schubladen, wenn der Drucker Fotokarton verarbeitet (das spart das Anzeichnen). Einheit 1 (50 min): Vorführung der Überblattung, Aufbau von Gitter und Dach in Teams. Einheit 2 (50 min): Schubladen am Fließband (anzeichnen, ausschneiden, rillen, kleben) und Spieltest jeder Schublade in ihrem Fach. Einheit 3 (40 min): Griffe, Zahlen und Auslosen der Reihenfolge. Die Familien füllen die Schubladen zu Hause, oder die Lehrkraft legt in jede eine Karte mit einer Challenge oder einem Rätsel für den Tag.
Challenges
- Entwirf eine Doppelschublade für den 24.: Sie belegt 2 Fächer einer Reihe. Berechne ihre Breite (2 Fächer + 1 Trennwand − Spiel) und entferne das überflüssige Stück der Trennwand.
- Bau die Baum-Version: 6 Reihen mit 1, 2, 3, 4, 6 und 8 Schubladen (24 insgesamt). Berechne die Länge jedes Fachbodens und wo seine Schlitze hinkommen.
- Beleuchte das Häuschen: Klebe eine batteriebetriebene LED-Lichterkette hinter das Dach und versteck den Batteriehalter in einer leeren Schublade.
- Mach aus dem Kalender ein Schränkchen für den Rest des Jahres: Bewahre in den Schubladen Büroklammern, Gummibänder, Knöpfe oder Legosteine nach Farben sortiert auf.
- Miss mit einem Messschieber oder mit Münzen das Spiel der 24 Fächer und zeichne eine Karte: Welche sind am engsten? Passen sie zu den Trennwänden, die schief geworden sind?